Neue digitale Spendenmöglichkeiten

Spenden wird digital

Datum: 17.1.2019

Der neue mobile Kollektenkorb und ein stationäres Spendenterminal ermöglichen kontaktloses Spenden per Bankkarte in Kirchen und Gottesdiensten. Die Bank für Kirche und Diakonie präsentiert die Geräte in der Salvatorkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg.

Duisburg/Dortmund. Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) zeigt in der Salvatorkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg zwei Geräte, um bequem und ohne passendes Bargeld schnell per Bank- oder Kreditkarte zu spenden. Das stationäre Spendenterminal ist am Kirchenausgang fest installiert, der neue digitale Kollektenkorb ist mobil und kann während des Gottesdienstes durch die Reihen gehen, er nimmt Bargeld und Spenden per Bank- und Kreditkarte oder sogar Smartphone entgegen. Die Eingabe einer PIN ist entbehrlich. So ist gewährleistet, dass der Prozess schnell abläuft und die Liturgie nicht gestört wird.

Sowohl der digitale Kollektenkorb als auch das Spendenterminal sind mit einem Display ausgestattet, das sechs verschiedene Beträge anbietet. Der Spender wählt lediglich den Wunschbetrag per Klick aus und hält seine Bank- oder Kreditkarte vor das Gerät. Die Spende wird anschließend auf dem Kontoauszug des Spenders dokumentiert und kann bei der Steuererklärung angegeben werden. Die Kirche erhält - wie bei einem Bargeld-Obolus - keine weiteren Informationen über den Spender, aus Sicht der Kirchengemeinde bleibt der Spender anonym.

Eckhard Wilms, Experte für Zahlungsverkehr bei der KD-Bank erläutert: „Voraussetzung für den digitalen Kollektenkorb ist ein stabiles W-LAN in der Kirche. Die Bank- oder Kreditkarte oder das Smartphone des Spenders müssen mit der so genannten NFC-Technologie ausgestattet sein. Diese Nahfeldkommunikation mit dem Wellensymbol kennen viele schon vom Einkaufen, wo kontaktlos und bis 25 Euro auch ohne PIN-Eingabe gezahlt werden kann. Genauso funktionieren die Geräte in der Kirche.“

Pfarrer Martin Winterberg von der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg sagt: „Erste Nachfragen nach digitalen Spendenmöglichkeiten für unsere Kirche hatten wir bereits, besonders von jüngeren Gästen, z.B. bei einer Tauffeier. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Trend verstärken wird. Deshalb wollen wir zukünftig unseren Gemeindemitgliedern und Besuchern parallel anbieten, bar und bargeldlos zu spenden. Am kommenden Sonntag (20.1.) soll der digitale Kollektenkorb im Gottesdienst um 10 Uhr sein Debüt geben. Wir sind gespannt auf die Meinung der Gottesdienstbesucher.“

Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der KD-Bank, sieht den neuen Kollektenkorb und das Spendenterminal als Bausteine der Digitalisierungsstrategie der Bank: „In anderen europäischen Ländern, insbesondere in Skandinavien, ist das Bargeld schon länger auf dem Rückzug und das digitale Zahlen der Standard, auch beim Spenden. Mir persönlich ist wichtig, dass die Technik einfach zu handhaben ist und der Gottesdienst nicht gestört wird. Neben der Funktionsfähigkeit ist das unser Hauptanliegen in der nun anstehenden Testphase. Wir freuen uns, unsere Kunden aus Kirche und Diakonie auf diesem Weg mit passenden Produkten zu begleiten.“

Der Einsatz des digitalen Kollektenkorbs in Duisburg ist der Auftakt zu einer Pilot- und Testphase, an der sich weitere Kirchengemeinden und auch der Evangelische Kirchentag 2019 (19.- 23. Juni) in Dortmund beteiligen werden.

Der digitale Kollektenkorb

Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, und Pfarrer Martin Winterberg, Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg

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