(10.01.2014) Verschiebung der SEPA-Frist?

Die Bank für Kirche und Diakonie hat den Vorschlag der EU-Kommission, die Umsetzungsfrist auf die SEPA-Zahlverfahren um sechs Monate bis zum 1. August 2014 zu verlängern, mit Überraschung zur Kenntnis genommen. Die Überlegungen, die Frist zu verlängern, sind aus Sicht der Bank nicht notwendig. Die Verschiebung würde aber Erleichterungen für diejenigen Unternehmen und Vereine bringen, bei denen es mit der Umstellung auf die neuen SEPA-Verfahren zum 1. Februar 2014 möglicherweise knapp geworden wäre. "Bei uns haben die meisten Kunden ihre Verfahren bereits umgestellt", berichtet Albrecht Brandin, Direktor des Bereichs EBL und Zahlungsverkehr, "denjenigen, die noch nicht so weit sind, raten wir dringend, die nun möglicherweise gewonnene Zeit auch zu nutzen und schnellstmöglich auf SEPA umzustellen."

Die Bank für Kirche und Diakonie ist wie andere Banken und Sparkassen ohnehin seit mehreren Jahren auf SEPA vorbereitet und bietet den Kunden die neuen Verfahren an. "Wir stellen uns weiterhin auf den Termin am 1. Februar 2014 zur SEPA-Umstellung ein und dürfen, falls der Kommissionsvorschlag in Kraft tritt, noch Zahlungen im nationalen Zahlungsformat von Firmenkunden, die den Termin Februar 2014 nicht halten können, für weitere sechs Monate annehmen", erläutert Brandin. Die von der EU-Kommission eigentlich mit der SEPA-Migrationsverordnung vorgesehene Vermeidung paralleler Zahlverfahren und Infrastrukturen wäre damit für ein weiteres halbes Jahr festgeschrieben.


Verbraucher haben zudem eine verlängerte Übergangszeit bis 2016, um sich an die neuen europäischen Zahlverfahren zu gewöhnen. Daran ändert sich nichts. Nunmehr bleibt abzuwarten, ob EU-Parlament und -Rat dem Vorschlag der Kommission folgen.