(26.11.2013) Europa soll sich seiner Verantwortung stellen

EngagementForum 2013
Europa muss sich seiner Verantwortung stellen

KD-EngagementForum der Bank für Kirche und Diakonie tagt zum dritten Mal in Berlin. Kirchliche Wertpapierbesitzer setzen sich für Arbeitsrechte weltweit ein. Sie haben zwei wichtige Forderungen beschlossen.

Zum dritten Mal versammelte die Bank für Kirche und Diakonie kirchliche und diakonische Wertpapierbesitzer, um ihre Appelle an große deutsche Unternehmen zu formulieren. Ihre zentralen Forderun-gen lauten: 1. Die großen Automobilhersteller müssen sich ihrer Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette stellen und zum Beispiel menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in Bergwerken verhindern. 2. Die europäische Textilindustrie in Europa muss dafür sorgen, dass weltweit existenzsichernde Löhne gezahlt werden. Die Diskussion um die Erhöhung der Mindestlöhne in der Textilindustrie in Bangladesch verdeutlicht die Brisanz. „Wir fordern von der Textilindustrie in Europa, existenzsichernde Löhne weltweit für alle am Produktions- und Lieferprozess beteiligten Menschen sicherzustellen", sagte Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, am heutigen Dienstag in Berlin.


An der Veranstaltung nahmen rund 40 Vertreter aus kirchlichen und diakonischen Einrichtungen, darunter EKD, Landeskirchen, große Kirchenkreise und diakonische Träger von Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen und Stiftungen teil. Als erste Kirchenbank in Deutschland bietet die Bank für Kirche und Diakonie seit 2011 mit dem Kapitalmarktpartner Union Investment eine Plattform für kirchliche und diakonische Investoren. Sie soll ermöglichen, Stimmen aus Kapitalbeteiligungen zu bündeln und die Politik großer Unternehmen zu beeinflussen. Henkel als Branchenprimus in Sachen Nachhaltigkeit und RWE als Unternehmen, das derzeit viel Erfahrungen auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit sammelt, diskutierten mit den Anlegern über den Einfluss aktiver Wertpapierbesitzer auf Unternehmen.


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Über die Bank für Kirche und Diakonie
Kirche und Diakonie haben bereits in den 1920er-Jahren eigene Darlehnsgenossenschaften ge-gründet. Aus den Vorgängerinstituten in Dresden, Münster, Magdeburg und Duisburg ist die heuti-ge Bank für Kirche und Diakonie als älteste und größte evangelische Kirchenbank in Deutschland hervorgegangen. Seit der Gründung sind die Ziele der Bank unverändert: Die wirtschaftliche Förde-rung der Mitglieder und Kunden ist bis heute der in der Satzung verankerte Auftrag. Privatperso-nen, die die christlichen Werte der Bank teilen, sind ebenfalls willkommen. Die Bank für Kirche und Diakonie zählt zu den Top 20 der größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Sie hat Stand-orte und Ansprechpartner in Dortmund (Hauptstelle), Berlin, Dresden (LKG Sachsen), Duisburg, Erfurt, Kaiserslautern, Magdeburg, München und Nürnberg.