(12.10.2017) Neue Identifikationspflichten für Institutionen

Ab 2018: Legal Entity Identifier (LEI) und Steueridentifikationsnummer für Bevollmächtigte

Die globale Finanzkrise zieht weitere Kreise. Über die seit 2008 massiv angestiegenen Dokumentations- und Meldepflichten für Banken haben wir oft berichtet. Nun sind auch Institutionelle Kunden betroffen, die Wertpapiergeschäfte tätigen. Sie müssen sich durch den sogenannten LEI identifizieren. Für alle Kontoinhaber und Bevollmächtigte gilt zudem, dass die persönliche Steueridentifikationsnummer der Bank mitzuteilen ist. Ziel ist es, das weltweite Finanzsystem sicherer und transparenter zu machen.

Das LEI-System geht auf eine Initiative der G20 zurück. Der Legal Entity Identifier (LEI) ist eine international standardisierte und weltweit gültige Kennung für Teilnehmer am Finanzmarkt und dient dazu, Geschäftspartner, beispielsweise Unternehmen, Institutionelle Investoren, Banken oder Investmentfonds, eindeutig zu identifizieren, um bestimmte Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden erfüllen zu können.

Transaktionen in meldepflichtigen Wertpapieren nur noch mit LEI möglich

Ab dem 3. Januar 2018 sind wir verpflichtet, Institutionen durch den LEI zu identifizieren, wenn wir für sie Geschäfte in Finanzinstrumenten, wie Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, ausführen.

LEI ist kostenpflichtig zu beantragen

Der LEI ist grundsätzlich nicht zeitlich befristet und nach Erstbeantragung zunächst 12 Monate nutzbar. Danach muss allerdings jährlich die Aktualität der Authentifizierungsdaten durch den LEI-Besitzer bestätigt werden, damit der LEI für ein weiteres Jahr seine Gültigkeit behält. Die Kosten liegen für eine Erstbeantragung für ein Jahr bei rund 100 Euro, für die Verlängerung fallen 80 Euro an.

Institutionelle Investoren können den LEI in Deutschland bei dem WMDatenservice, bei GS1 Germany GmbH oder dem Bundesanzeiger beantragen:

Bitte beachten Sie:

Wir haben Anfang August 2017 alle Institutionellen Kunden, die entsprechende Geschäfte bei uns tätigen, informiert. Wir empfehlen, die Beantragung möglichst kurzfristig vorzunehmen, da wir davon ausgehen, dass es bei den Dienstleistern zu Engpässen kommen wird.