(12.10.2016) Besserer Schutz für Verbraucher

Neue Richtlinie für Immobilienfinanzierungen

In Anbetracht der anhaltend niedrigen Zinsen scheint der Traum vom Eigenheim für viele so greifbar wie noch nie. Auch als Geldanlage oder Absicherung für das Alter stehen Immobilien hoch im Kurs. Was ist jedoch, wenn die Zinsen wieder steigen? Wer jetzt zu knapp kalkuliert, kommt dann möglicherweise in Schwierigkeiten.

Dem soll die neue EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie entgegenwirken. Der Gesetzgeber möchte damit den Verbraucher, der eine Wohnung oder ein Haus finanzieren möchte, stärker als bisher vor finanzieller Überlastung schützen und sicherstellen, dass er seine Darlehen zuverlässig bedienen kann. Konkret bedeutet das, dass die Rückzahlung des Kredits nicht nur innerhalb der Zinsbindungsfrist, sondern über die gesamte Kreditlaufzeit wahrscheinlich sein muss, selbst wenn der Kreditnehmer beispielsweise zwischenzeitlich in Rente gehen muss.

Die neuen Standards, die seit März 2016 in Kraft getreten sind, sollen sicherstellen, dass Banken den Verbraucher im Vorfeld besser beraten und die Bonität der Kunden an einigen Stellen gründlicher prüfen. So haben Einflussfaktoren wie Familiengründung, Familienabsicherung und deren Auswirkungen auf das Haushaltsbudget ab sofort einen höheren Stellenwert als bisher. Vor Abschluss des Immobilien-Kredits muss sich der Kreditgeber zudem umfassend über die finanzielle und persönliche Situation des Kunden, seine Vorlieben und Ziele informieren. Aufgrund dieser Basis ist der Berater in der Lage, eine passende Empfehlung für seinen Kunden auszusprechen.

Auch die Anforderungen an die Qualifikation der Vermittler von Immobiliar-Verbraucherdarlehen hat sich erhöht. Vermittler von Immobilienkrediten müssen in Zukunft ihre Qualifikation und eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen, ehe sie ihre Arbeit aufnehmen dürfen.

Was ändert sich für Sie?

Inhaltlich ändert sich durch die Neuregelung für die Kunden der Bank für Kirche und Diakonie nicht viel. Eine bedarfsgerechte und umfangreiche Beratung war auch vor Einführung der neuen Richtlinie unser Anspruch und ist es auch weiterhin. Vermutlich werden Sie lediglich durch die zusätzlichen Unterlagen, die Sie von Ihrem Berater erhalten, einen Unterschied feststellen. Denn die Wohnimmobilien-kreditrichtlinie sieht vor, dass – ähnlich wie bei Wertpapieren – die Beratung detailliert protokolliert wird und gibt die Aushändigung neuer Informationsblätter (u.a. das ESIS-Merkblatt) zu den Produkten an den Kunden vor.

Ihr Weg zur Immobilie

Der Bereich Immobilienfinanzierung ist Teil unserer Genossenschaftlichen Beratung. Wir nehmen uns Zeit für Sie und sprechen mit Ihnen ausführlich über die Immobilie, Ihre Planungen für die Zukunft und die finanziellen Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit Ihnen suchen wir dann nach passenden Lösungen und entwickeln ein Finanzierungskonzept speziell für Sie. Im Gespräch am Telefon oder in unserer Filiale schaffen wir so ein hohes Maß an Transparenz und unterscheiden uns damit wohltuend von unpersönlichen Angeboten aus dem Internet.

Ihre Ansprechpartner für Baufinanzierungen

Um die hervorragende Beratungsqualität zu sichern, haben wir ein filialübergreifendes Team „Baufinanzierungen“ unter Leitung von Frank Stoßberg eingerichtet. Vier erfahrene Baufinanzierungsspezialisten gehören dem Team an. Egal ob Sie bereits konkrete Pläne haben oder noch nicht: Gern besprechen wir mit Ihnen, wie Sie Ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen können. Wir bieten Ihnen eine seriöse Beratung, günstige Finanzierungsmittel und attraktive Förderprogramme.

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