(11.06.2015) Riestern

Warum die private Altersvorsorge immer wichtiger wird

Wer beschäftigt sich schon gern mit der Altersvorsorge? Die Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema, das wissen die meisten. Dennoch wird es gern auf die lange Bank geschoben. „Bis zum Rentenalter ist noch lange Zeit, da kommt es auf ein oder zwei Jahre nicht an,“ denken viele. Doch genau hier liegt der Irrtum.

In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, sich frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beschäftigen. Die Bevölkerung wird immer älter, die Rentenkassen jedoch immer leerer. Um den Folgen des demografischen Wandels ein Stück zu entkommen und sich seinen Lebensstandard auch im Rentenalter zu sichern, ist neben der gesetzlichen Rente eine private Altersvorsorge unabdingbar. Doch welche Art der privaten Altersvorsorge eignet sich am besten?

Private Altersvorsorge

Eine Möglichkeit ist die Riester-Rente. Sie soll Arbeitnehmern dabei helfen, mit staatlicher Unterstützung für das Alter vorzusorgen. Die Grundidee entstand mit der Rentenreform 2001. Der Gesetzgeber hat die Höhe der zukünftigen gesetzlichen Rentenzahlungen von 70 % auf 67 % reduziert. Um diese Senkung abzufedern, schlug der Bundesminister Walter Riester die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge, die sogenannte „Riester-Rente“, vor.

So funktioniert es

Um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten, sparen Sie im Jahr mindestens 4 % Ihres beitragspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens – maximal jedoch 2.100 Euro. Von diesem Betrag können Sie sofort die für sich und Ihre Kinder gewährte Riester-Zulage abziehen. Übrig bleibt Ihr Mindesteigenbeitrag (siehe Abbildung). Natürlich können Sie auch mehr in Ihre Altersvorsorge einzahlen, jedoch erhalten Sie dann keine weiteren Zuschüsse vom Staat.

Wer dagegen weniger als 4 % seines Einkommens spart, profitiert nicht von der vollen staatlichen Förderung. Zahlen Sie beispielsweise nur die Hälfte des Mindesteigenbeitrags ein, erhalten Sie auch nur die Hälfte der Zuschüsse vom Staat. Mindestens sind jedoch 60 Euro pro Jahr in den Vertrag einzuzahlen, dies ist der sogenannte Sockelbetrag.

Zuschuss vom Staat

Die staatliche Förderung macht Riester-Verträge beinahe für jeden attraktiv. Familien profitieren wegen der hohen Kinder zulagen besonders. Bei jeder Riester-Variante – ob Fonds, Versicherung
oder Banksparen – ist die staatliche Förderung die Gleiche. Sie setzt sich zusammen aus direkten Zulagen und aus Steuerersparnissen.

Die Höhe Ihrer Förderung richtet sich nach der Familiensituation und Anzahl der Kinder. Die Grundzulage beträgt pro Person 154 Euro. Für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht, bekommen Sie zusätzlich bis zu 185 Euro. Für nach dem 31.12.2007 geborene Kinder legt der Staat sogar je 300 Euro drauf. Wer bei Vertragsabschluss noch unter 25 Jahre alt ist, erhält außerdem einmalig einen sogenannten Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Außerdem können die Sparbeträge von der Steuer abgesetzt werden. Anrechenbar ist ein Betrag von bis zu 2.100 Euro jährlich.

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