(09.12.2016) Besser leben im Alter

Attraktive Förderkredite und Zuschüsse der KfW

Ein großes Haus im Grünen – für viele junge Familien der große Traum. Dennoch kann im Alter, wenn die Beweglichkeit nachlässt, genau dieser zur Belastung werden. Es ist daher wichtig, sich auf das Wohnen im Alter rechtzeitig vorzubereiten.

Mit zunehmendem Alter kann so manch Alltägliches schwerer fallen. Sei es ein paar Treppenstufen gehen, aus dem Lieblingssessel aufstehen oder ein Bad nehmen. Gerade hier entscheidet die Wohnsituation über die Lebensqualität. Kommt der Umzug in eine Senioreneinrichtung nicht infrage, weil das Herz an der gewohnten Umgebung hängt, gibt es nur zwei Lösungen: mit den Einschränkungen leben oder die Wohnung altersgerecht umbauen.

Wer in Betracht zieht, entsprechende Umbaumaßnahmen an den eigenen vier Wänden durchzuführen, sollte seine Wohnsituation zunächst auf altersgerechte Kriterien überprüfen. Dabei sollten Sie sich unter anderem folgende Fragen stellen:

  • Ist mein Wohnraum ebenerdig oder über einen Aufzug zu erreichen?
  • Sind die Türen breit genug und die Räume großzügig geschnitten?
  • Gibt es einzelne Stufen oder Schwellen?
  • Bietet das Bad ausreichend Platz und sind die Sanitäranlagen barrierefrei?
  • Sind alltägliche Bedienvorrichtungen wie Rollläden, Heizung, Türen und Telefone leicht zu bedienen?
  • Sind Fenster zum Lüften gut erreichbar?
  • Weist das Wohnumfeld eine geeignete Infrastruktur auf (gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel; Einkaufsmöglichkeiten, Apotheken und Ärzte in der Nähe)?

Attraktive Fördermittel der KfW

Mit dem attraktiven Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ (Programm-Nr. 159) der KfW können Sie Ihre Umbau-Pläne besonders günstig realisieren. Sie können Schwellen entfernen, Wände und Durchgänge versetzen, die Küche und das Bad umbauen, Terrassen und Balkone gestalten und vieles mehr.

Bitte beachten Sie: Neben dem Kredit „Altersgerecht Umbauen“ (Nr. 159) bietet die KfW auch einen Investitionszuschuss „Altersgerecht Umbauen“ (Nr. 455) an. Dieser umfasst einen Investitionszuschuss von bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage sind die Mittel aus dem Bundeshaushalt in Höhe von 49 Millionen Euro für 2016 bereits aufgebraucht. Derzeit kann noch keine Aussage seitens der KfW für die Zuschussförderung barrierereduzierender Maßnahmen für das Haushaltsjahr 2017 getroffen werden.  

KfW fördert Einbruchschutz

Mit der dunklen Jahreszeit beginnt die Hauptsaison für Einbrecher. Oft haben diese ein leichtes Spiel, da die meisten Wohnungen und Häuser nicht ausreichend gegen Einbrüche geschützt sind. Mit dem Förderprogramm-Nr. 159 der KfW lassen sich nicht nur Umbaumaßnahmen für das Alter sondern auch für den Einbruchschutz günstig realisieren. Welche Einbruchschutz-Maßnahmen fördert die KfW Förderbank konkret?

  • Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren (nach DIN EN 1627 oder besser)
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren (z. B. Türzusatzschlösser, Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel)
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster (z. B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseitensicherungen, Pilzkopfverriegelungen)
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (z. B. Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser)
  • Einbau von Türspionen
  • Baugebundene Assistenzsysteme (z. B. (Bild-)Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder, Beleuchtung, baugebundene Not- und Rufsysteme)

Guter Rat ist nicht teuer

Mehr zu diesen und den vielen weiteren Förderprogrammen der KfW oder der Landesförderbanken erfahren Sie bei uns. Um alle Vorteile zu nutzen, ist es wichtig, frühzeitig und vor Beginn der Baumaßnahmen Fördermittel zu beantragen. Wir informieren Sie über Ihre Möglichkeiten und helfen Ihnen bei der Beantragung.