(08.10.2015) 25 Jahre Berlin

„Wilde“ Anfangszeiten

Das größte Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte hat auch für die Bank für Kirche und Diakonie eine besondere und spezielle Bedeutung. So gab die Wiedervereinigung doch den Startschuss für die erste evangelische Kirchenbank in Ost-Berlin.

Gern erinnert sich Konrad Matyba (Gruppenfoto, 4. von rechts), der von Anfang an dabei war, zurück: „Ich denke an die „wilden“ Anfangszeiten in Berlin und in Magdeburg. Ich kam von der Bank für Kirche und Diakonie (BKD) Duisburg, einer Bank ohne Filialen in festen westlichen Strukturen. Die Provinzialkirchliche Spar- und Darlehnsgenossenschaft für die Kirchenprovinz Sachsen sollte Partnerin für eine Berliner Neugründung der BKD werden. Es war ein Abtauchen in eine neue, völlig andere Bankenwelt. Ein Strauß von heftigen Eindrücken, Herausforderungen und vielen Gestaltungsmöglichkeiten, die die zum Teil fehlenden Rahmenbedingungen ermöglichten, erwarteten mich. Praktisch war es so, dass wir tagsüber mit einem großen Koffer voller Formulare bei den Kunden beraten und abends bis in die Nacht hinein gebucht haben. Im Bonhoefferhaus, in dem wir ja bis heute untergebracht sind, entstand eine regelrechte Klausuratmosphäre.“

Hilfe zur Selbsthilfe – das genossenschaftliche Prinzip passte auch in diese Zeit vor 25 Jahren, als vieles im Umbruch war und auch kirchliche und diakonische Institutionen sich auf neue Rahmenbedingungen einstellen mussten. Wir sind froh und dankbar, dass wir viele dabei begleiten durften.