Umweltbericht

Als Genossenschaftsbank mit christlichen Wurzeln und Werten arbeiten wir daran, nachhaltige Werte zu schaffen, d. h. leistungsfähig, sozial und ökologisch zu wirtschaften. Dies betrifft in erster Linie unser Kerngeschäft, den Umgang mit kirchlichen Geldern. Darüber hinaus ist es unser Ziel, auch die Prozesse zur Erstellung unserer Dienstleistungen ressourcenschonend zu gestalten. Als erste Bank wurde die Bank für Kirche und Diakonie 2009 in das Umweltregister der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, der zentralen Registrierungsstelle für NRW, eingetragen.

Im Jahr 2015 hat sich das Umweltteam insgesamt dreimal getroffen. Im Mittelpunkt der Sitzungen standen folgende Themen:

  • Elektromobilität
  • Kennzahlenanalyse
  • Aktualisierung der Umwelterklärung
  • Überwachungsaudit des Umweltgutachters
  • Umweltbetriebsprüfung
Zielerreichung des Umweltprogramms 2015

Maßnahmenblock 10: Produktökologie
Nachhaltige Investment- und Kreditprodukte erfreuten sich im Berichtszeitraum steigender Beliebtheit. Der Absatz wurde – auch aufgrund aktiver Nachfrage durch die Kundschaft – gesteigert. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Themas wir die Produktökologie – getrennt nach Wertpapier und Kreditgeschäft – auch in das Umweltprogramm 2015 aufgenommen.

Maßnahmenblock 11: Gebäude Dresden
Die Öko-Bilanz des Gebäudes konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen (alter Gebäudebestand, Innenstadtlage, teilweise Fremdvermietung) deutlich verbessert werden. Dazu trugen die Sanierung der WC-Anlagen auf allen Etagen bei, wodurch der Strom- und Wasserverbrauch optimiert wurde. In 2015 planen wir weitere Renovierungsmaßnahmen.

Maßnahmenblock 12: Verkehr
Im Berichtszeitraum hat die Bank ihre Geschäftstätigkeit auf weitere Regionen ausgedehnt. Dies führte zu verstärkter Reisetätigkeit, da die Kunden primär vor Ort besucht werden (die Bank unterhält nur eine geringe Anzahl Filialen). Das Ziel der Verbesserung der CO2-Bilanz um 5 % gegenüber 2010 konnte vor diesem Hintergrund nicht gehalten werden, was der guten Geschäftsentwicklung geschuldet ist.

Maßnahmenblock 13: Elektro Dresden
Am Standort Dresden wurde eine Verbrauchsreduzierung um rund 5 % erreicht. Das Ziel der Optimierung um 10 % wurde somit verfehlt. Weitere Anstrengungen sind erforderlich.

Maßnahmenblock 14: Interne Kommunikation
Die interne Kommunikation wurde weiter ausgebaut. Das Ziel wurde erreicht. Aufgrund der Bedeutung des Themas für die Akzeptanz des Umweltmanagements findet sich dieser Maßnahmenblock auch im Umweltprogramm 2015 wieder.

Maßnahmenblock 15: Papier
Eine Reduzierung des Papierverbrauchs konnte nicht in geplantem Maß realisiert werden. Gründe hierfür sind die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in neuen Produkte und neue Märkte sowie die enorm angestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Dokumentation und das Reporting.

Maßnahmenblock 16: Abfall Dresden
Das Ziel der Reduzierung des Restmülls um 50 % gegenüber 2010 wurde nahezu erricht.

Maßnahmenblock 17: Gebäude Dortmund (Wärme/Elektro)
Das Ziel der Reduzierung des elektrischen Verbrauchs um 10 % gegenüber 2010 wurde durch die Maßnahmen des Umweltprogramms erreicht.

Fazit
Seit Einführung des Umweltmanagements sind eine Vielzahl Maßnahmen angestoßen
und abgeschlossen worden (z. B. Abfallregelungen, Stromverbrauch Dortmund,
Stromverbrauch Duisburg, Papier). Einige befinden sich noch auf dem Weg. Wieder andere
müssen als kontinuierliche Maßnahme verstanden werden, die nicht auf ein bestimmtes
Datum terminiert werden können. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Umweltprogramms
war nicht absehbar, dass die Bank eine derart positive Entwicklung nehmen würde. Dies
hat Auswirkungen auf die Verbrauchskennzahlen (z. B. Papier), was wiederum dazu führt,
dass die Ziele des Umweltprogramms nicht eingehalten werden konnten. Insgesamt
befindet sich die Bank auch mit dem Umweltmanagement auf einem guten Weg.

Umweltbetriebsprüfung

Das Umweltteam hat die vorgeschriebene Umweltbetriebsprüfung turnusgemäß am 17. Dezember 2015 vorgenommen und insgesamt zwölf Empfehlungen für Optimierungsmöglichkeiten (u. a. permanente Weiterentwicklung der Mitarbeitendeninformation sowie Aufnahme der Umweltrelevanz in den Zieplanungsprozess der Bank) ausgesprochen. Abweichungen (d. h. fehlende oder zu korrigierende Elemente des Umweltmanagementsystems) wurden nicht festgestellt.

Umsetzung des Umweltprogramms / sonstige Maßnahmen

Das Umweltteam hat auch im Jahr 2015 intensiv an der Umsetzung des für die Jahre 2012 bis 2015 definierten Umweltprogramms mit folgenden Ergebnissen gearbeitet:

a) Produktökologie
Hierbei handelt es sich um einen laufenden Prozess.

b) Gebäude Dresden
Das Ziel einer Verbesserung der Öko-Bilanz des Gebäudes gegenüber 2010 wurde erreicht. Dabei wurde eine Reihe kleinerer und größerer Maßnahmen umgesetzt (z. B. Sanierung der WC-Anlagen, Optimierung der Abfalltrennung etc.).

c) Verkehr
Unser Ziel, den CO2-Ausstoß bei der Pendel- und Reisetätigkeit um 5 % gegenüber 2010 zu senken, haben wir verfehlt. Die Gründe hierfür sind vielfältig und resultieren hauptsächlich aus fehlender Flexibilität und fehlender Zuverlässigkeit der Bahn. Im Rahmen unserer Überlegungen zur Elektromobilität haben wir bereits ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug (BMW i3) bestellt. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zur CO2-Reduzierung bei der Reisetätigkeit.

d) Elektro Dresden
Die Optimierungsmaßnahmen wurden im Rahmen der WC-Sanierung umgesetzt (energiesparende Leuchtmittel, Bewegungsmelder; siehe Maßnahmenblock 11).

e) Interne Kommunikation
Die Kommunikation zum Umweltmanagement wurde durch den neuen Internetauftritt unter www.KD-BANK.de neu aufgestellt. Dort finden sich alle relevanten Informationen zum Umweltmanagement für interne und externe Interessierte. Zusätzlich werden weitere aktuelle Informationen für Mitarbeitende im internen Netzwerk der Bank bereitgehalten.

f) Papier
Durch rechtliche Vergaben an die Information von Kunden steigt unser Papierverbrauch. Dem begegnen wir u. a. durch die Umstellung interner Kommunikationsprozesse auf elektronische Medien sowie durch die Umstellung des Versands von Sparkontoauszügen auf einen Halbjahresturnus.