Konto seit 1958

Interview mit Dr. Ralf Thomas, Freital in Sachsen

Im Frühjahr 2014 berichteten wir über die Eheleute Kara und Wolfgang Huber, die seit 40 Jahren zu unseren Kunden zählen. Das las auch Pfarrer i.R. Ralf Thomas in Freital und meldete sich zu Wort. Seine Verbindung zur LKG Sachsen gehe noch länger, nämlich schon über 50 Jahre. Ein guter Grund für einen Vorortbesuch.

„Ich bin Kunde der Bank für Kirche und Diakonie, weil ich langfristige und partnerschaftliche Beziehungen schätze. Auch zu meiner Bank.“ Dr. Ralf Thomas, Pfarrer i. R, Freital

Perspektiven: Wie wurden Sie auf die damalige LKG Sachsen aufmerksam?

Dr. Ralf Thomas:
Ich erinnere mich genau: Durch die Werbung im Amtsblatt der Landeskirche im Herbst 1958, als ich Vikar in Dölzig bei Leipzig war. Die LKG Sachsen war als erste kirchennahe Bank Deutschlands 1925 gegründet worden, um Gelder aus Kirchgemeinden und kirchlichen Kreisen anzusparen und in Gegenrichtung als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Der zunächst kleine Erfolg sprach sich rum und lud auch mich zum Nachahmen ein. Ich eröffnete ein Sparbuch und sparte 5 Ostmark monatlich im Prämiensparen.

Perspektiven:
Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Dr. Ralf Thomas: Frau Rentsch, die langjährige Leiterin der Bank, berichtete gelegentlich von dem Glücksumstand, dass das Hauptbuch vor der Zerstörung durch die Bombennacht vom 13. Februar 1945 in Dresden gerettet wurde. Es befand sich bei einer Mitarbeiterin zwecks Herstellung des Jahresabschlusses 1944. Ein Umstand, der sicher nicht gerade banküblich, aber später die Rettung für das Fortbestehen der Kreditgenossenschaft war.

Auch später zu Zeiten des DDR-Regimes gab es Schwierigkeiten. Etwa bis 1968 taten sich Geldinstitute schwer, mit der LKG Überweisungsverkehr zu pflegen. Oft war ich gezwungen, von meinem Postscheckkonto auf das bankeigene Postscheckkonto der LKG zu überweisen, die dann den Betrag manuell meinem Konto zuordnete.

Perspektiven: Wie sehen Sie die Bank heute?

Dr. Ralf Thomas:
Mir ist wichtig, dass meine Bank das Geld ihrer Kunden gut betreut und verleiht. Gute Beratung und Produktempfehlungen mit verständlichen Beispielen zählen auch dazu.

Perspektiven: Haben Sie uns schon einmal weiterempfohlen?

Dr. Ralf Thomas: Ja, zum Beispiel in der Familie, auch gegenüber Vikaren und Mitarbeitern.


Foto: mit Ute Czurlok, Privatkundenberaterin in Dresden, vor der Denkmalshalle an der Lutherkirche in Freital