Corporate Governance

Bausteine einer guten Unternehmensführung

Neben dem Nachhaltigkeitsfilter, der Transparenz im Kreditgeschäft und unseren Beratungsgrundsätzen hat die Bank für Kirche und Diakonie eine Reihe von Prozessen und Selbstverpflichtungen implementiert, die eine gute Unternehmensführung unterstützen und garantieren sollen. Beispiele sind der Corporate Governance-Kodex für Genossenschaften, der Verhaltenskodex für die Mitarbeitenden der Bank und das Compliance-Management-System der Bank.

Corporate Governance-Kodex für Genossenschaften

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen.

Die Bank für Kirche und Diakonie unterwirft sich als nicht kapitalmarktorientierte Genossenschaftsbank freiwillig dem Corporate Governance-Kodex für Genossenschaften des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV). Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Organen der Bank weiter zu verbessern und die Transparenz für die Mitglieder und Kunden der Bank zu erhöhen.

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex der Bank für Kirche und Diakonie basiert auf den Leitsätzen und der Gesamtbankstrategie der Bank für Kirche und Diakonie und beschreibt den Rahmen, in dem sich die Menschen, die für die Bank agieren, bewegen sollen. Dabei spielen die christlichen Wurzeln und Werte der Bank, die in den Leitsätzen beschrieben sind, eine wesentliche Rolle. Aus unserer Tradition, unserer Eigentümer- und Kundenstruktur und der Verbundenheit zu Kirche und Diakonie entsteht eine besondere Verantwortung, die in unserem Leitspruch zum Ausdruck kommt, wir wollen „Gemeinsam handeln und Gutes bewirken“.

Compliance-Management

Für die Einhaltung von Gesetzen und Regeln im Betrieb

Gesetzesverstöße können schwerwiegende Konsequenzen zur Folge haben – sowohl für die Verantwortlichen als auch für das Unternehmen selbst. Mit einem präzise geplantem und durchdachtem Compliance Management System sorgt die Bank für Kirche und Diakonie für einen gesetzes- und regelkonformen Arbeitsalltag.

Compliance-Regeln im Unternehmen einführen

„Wir bekennen uns zu einer gelebten Compliance-Kultur in unserer Bank für Kirche und Diakonie. Die Grundeinstellungen und Verhaltensweisen des Vorstands, der leitenden Mitarbeiter sowie die Rolle des Aufsichtsorgans prägen diese Kultur und beeinflussen somit die Grundhaltung, die die Mitarbeitenden der Beachtung von Regeln beimessen und damit die Bereitschaft zu regelkonformem Verhalten.“

Der Vorstand der Bank für Kirche und Diakonie eG hat auf Grundlage der vorstehenden, von Vorstand sowie Aufsichtsrat in der Gesamtbankstrategie aufgenommenen Regelung bereits vor Jahren entschieden, ein allumfassendes Compliance-Management-System (CMS) einzuführen.

Angesichts der Bedeutung von Compliance und der möglichen Folgen von Verstößen gegen Compliance-Anforderungen handelt es sich beim Compliance-Management-System um ein eigenständiges Management-System. Die wesentlichen, auf die Inhalte der Gesamtbankstrategie abgestimmten, übergreifenden Compliance-Regelungen wurden in einer eigenen Teilstrategie für das Compliance-Management-System zusammengefasst. Durch fest implementierte Verfahren und Verantwortlichkeiten werden die Einrichtung, Aufrechterhaltung und ständige Verbesserung des Compliance-Management-Systems erfüllt. Die Regelungen erstrecken sich auf alle Leitungs- und Mitarbeiterebenen, alle Funktionsbereiche und Prozesse sowie alle Rechtsordnungen und Rechtsgebiete und alle unternehmensinternen Vorschriften, Richtlinien, Anweisungen.

Ziel des über die Teilstrategie und über das Compliance-Handbuch dokumentierten Compliance-Management-Systems ist es, systematisch Voraussetzungen dafür zu schaffen,  dass Verstöße gegen Compliance-Anforderungen vermieden bzw. wesentlich erschwert und eingetretene Verstöße erkannt und angemessen behandelt werden können.

Das Regelwerk

Neben dem Compliance-Handbuch und der Teilstrategie bildet der eigenerstellte Verhaltenskodex einen wichtigen Baustein des Compliance-Management-Systems. Er definiert klare und verständliche Verhaltensrichtlinien für das gesamte Unternehmen. Als Grundlage dienen dabei nicht nur Gesetze, sondern auch individuelle nichtgesetzliche Vorgaben, die zum Beispiel Firmenkultur und -werte widerspiegeln. Eine der wichtigsten Aufgaben im Compliance Management ist zudem, potenzielle Angriffspunkte in einem Unternehmen zu identifizieren und diese ins Regelwerk zu integrieren.

Aufklärung der Mitarbeiter

Die Schulung aller Mitarbeitenden nach einem fest vorgegebenen Schulungskonzept bildet die Voraussetzung für ein compliance-relevantes Verhalten.

Alle Mitarbeitenden werden bereits mit Aufnahme der Tätigkeit in unserem Haus sowie auch fortlaufend über die korrekte Umsetzung aller im Bankbetrieb liegenden aber auch sonstigen mit dem Beschäftigungsverhältnis stehenden, relevanten Regelungen geschult. Hierzu zählen unter anderem die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zum Geldwäschegesetz, zum Datenschutz aber auch zur Arbeitssicherheit.

Wesentliche weiterführende Regelungen wurden zusätzlich in einer Antikorruptionsrichtlinie zusammengefasst, um insbesondere die Annahme von Geschenken und sonstigen Zuwendungen verbindlich zur regeln und so möglichen Bestechungsvorwürfen vorzubeugen.

Etablierung eines Compliance-Management-Systems

Entsprechend der für den Bankbetrieb geltenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben wurden für die unterschiedlichen Rechtsbereiche spezielle Beauftragte benannt, die die jeweils erforderlichen Maßnahmen einleiten, begleiten sowie deren Einhaltung überprüfen.

Übergreifende Themen werden zudem in einem monatlichen Turnus in der Bankenaufsichtsrechtsrunde behandelt. Um Gesetzesverstöße im Unternehmen zu vermeiden, werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um Regelkonformität im Betrieb zu erhalten.

Des Weiteren werden die bestehenden Abläufe und Prozesse kontinuierlich durch die jeweiligen Führungskräfte sowie die Revision überwacht, um etwaige Verstöße frühzeitig erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Mit Hilfe unseres Hinweisgebersystems besteht zudem für alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, das Mitteilen von Missständen oder Unregelmäßigkeiten im Unternehmen intern zu kommunizieren, um somit Schaden zu Lasten von Kunden oder gegenüber dem Unternehmen abzuwenden. Somit stellt das Hinweisgebersystem der Bank für Kirche und Diakonie eine wichtige Präventionsmaßnahme für unser Unternehmen dar.

Mit Compliance Management Risiken vorbeugen

Mögliche Risiken

Korruption sowie Schwachstellen in Sachen Geldwäscheverhinderung und Datenschutz stellen große Risiken für Unternehmen dar. Insbesondere der digitale Wandel präsentiert dabei viele zusätzliche Herausforderungen. Durch den Einsatz von modernen komplexen Technologien wie Künstlicher Intelligenz entstehen zahlreiche neue Risiken.

Wir haben für alle relevanten, aus dem Bankgeschäft resultierenden Risiken, entsprechende Versicherungen abgeschlossen, um im Bedarfsfall die Risiken zu minimieren bzw. auszuschließen.

Darum ist Compliance Management sinnvoll

Zur Sicherung eines langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolgs hat der Vorstand der Bank für Kirche und Diakonie, in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, entschieden, ein allumfassendes Compliance Management System aufzubauen und aktiv zu betreiben, um somit möglicherweise folgenreichen Verstößen vorzubeugen.

Wir sind der Meinung, dass die Einführung des allumfassenden Compliance-Management-Systems, insbesondere bei unseren aktuellen aber auch Neukunden einen positiven Effekt auf die Außenwirkung unseres Hauses hat. Es zeigt, wofür unser Unternehmen steht und welche Werte es vertritt. 

Welche Maßnahmen trifft die Bank zur Geldwäscheverhinderung, -prävention?

Die Bank verfügt über eine Organisationsanweisung zur "Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung sowie der sonstigen strafbaren Handlungen". Diese Organisationsanweisung ist allen Mitarbeitenden der KD-Bank zugänglich und von ihnen verbindlich zu beachten. Alle Angestellten der Bank werden regelmäßig über die aktuelle Gesetzgebung informiert und regelmäßig in Bezug auf die Prävention gegen strafbare Handlungen sensibilisiert.

Welche Position vertritt die Bank für Kirche und Diakonie bezüglich der zum Teil kontroversen Steuerpraktiken in der Finanzindustrie?

Für unsere Kunden dürfen wir als Bank gemäß den gesetzlichen Vorgaben keine Steuerberatung vornehmen. In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Mitgliedern stellen wir steuerliche Aspekte nicht in den Mittelpunkt. Gleichwohl legen wir die steuerlichen Wirkweisen der Finanzprodukte, die wir anbieten oder vermitteln und zu unserem nachhaltigen Geschäftsmodell passen, entsprechend der gesetzlichen und berufsständischen Vorgaben für unsere Kunden und Mitglieder sowie für die interessierte Öffentlichkeit transparent dar.
Wir wenden uns gegen unsolidarische Finanzmodelle zur Begünstigung von Steuerhinterziehung, Steuervermeidungstransaktionen und -strukturen und unterhalten keine Tochtergesellschaften und oder Beteiligungen in Steueroasen, noch erbringen wir Dienstleistungen für Unternehmen in Steueroasen. Ebenso beteiligen wir uns nicht an Transaktionen mit internationalen Strukturen, deren Hauptzweck es ist, Steuern zu vermeiden oder auszuweichen.

Kontakt
  • Stefan Bitzel
  • Qualitätsmanagement/Compliance
  • Telefon 0231 58444-291
  • Christian Müller
  • Direktor Vorstandsstab/Marketing
  • Telefon 0231 58444-240

Interessante Themen

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