Kompetenz für Ihre Stiftung

Stiftungsberatung bei der Bank für Kirche und Diakonie

Menschen, die eine Stiftung gründen und führen, stehen vor einer Vielzahl von Fragen und Anforderungen. Vom Stiftungszweck über die richtige Rechtsform bis hin zur Spendenbescheinigung und passender Geldanlage – es sind viele wichtige Entscheidungen zu treffen. Die Bank für Kirche und Diakonie unterstützt Stiftungen mit ihrer Erfahrung, ihren Kontakten und besonderen Dienstleistungen.

Wir möchten uns als spezialisierter Bankpartner an Ihrer Seite vorstellen.

Stiftungen gründen

Werte erlebbar machen und erhalten

In Zeiten knapper werdender Mittelzuweisungen machen sich Gemeinden und Institutionen auf den Weg, Stiftungen zu gründen. Auch Privatpersonen hegen den Wunsch, aus ihrem Vermögen persönliche Anliegen nachhaltig umzusetzen. Eine Stiftung, die Aufgaben konkret formuliert, ermöglicht es, Ziele in der Zukunft weiter zu verfolgen.

 

Motive

  • Positiv Erlebtes an kommende Generationen weitergeben
  • Persönliche Erwartungen an die Kirche der Zukunft gestalten
  • Liebgewordene Gebäude erhalten und pflegen
  • Verkündigung in Wort und Musik auch weiterhin als integralen Bestandteil der Gemeindearbeit sichern
  • Kindern und Jugendlichen eine Heimat im Glauben geben

 

Zuwendung oder Spende

Stiftungen wachsen durch Zustiftung in den Vermögensstock. Spenden an die Stiftung ermöglichen die zeitnahe Finanzierung konkreter Projekte. Hier kann jeder mitmachen, wenn sich Stiftungszweck und eigene Vorstellung decken: Gesellschaftliches Engagement leicht gemacht!

Eine Stiftung schafft per Rechtscharakter Vertrauen in ihre seriöse und dauerhafte Zweckverfolgung. Selbstständige Stiftungen unterliegen der Aufsicht der Landesregierungen, kirchliche Stiftungen – unabhängig von ihrer Selbstständigkeit – immer zusätzlich der Aufsicht der Landeskirchen. Nicht zuletzt durch diese eindeutige Regelung ist dem Namenszusatz „Stiftung“ eine hohe Reputation zueigen.

 

Steuerliche Anreize

Steuerliche Anreize für den Zuwendungsgeber beim Spendenabzug und bei Zustiftungen machen Stiftungspartizipation in monetärer Hinsicht attraktiv. Die Höchstgrenze des Spendenabzugs ist auf 20 Prozent der Gesamteinkünfte des Zuwendenden festgelegt, Zuwendungen in den Vermögensstock einer Stiftung können bis zu einem Höchstbetrag von einer Million Euro pro Person innerhalb von zehn Jahren steuerlich geltend gemacht werden. 

In Kirche und Diakonie ist die Sicherung der bestehenden Arbeitsfelder und die Erhaltung vorhandener Gebäude und bisheriger Strukturen eine häufige Motivation zur Stiftungsgründung. Eine Stiftung hilft Gemeinden und Kirchenkreisen, zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und deren Umsetzung dauerhaft zu begleiten. An der Seite diakonischer Unternehmen unterstützt sie nachhaltig die Arbeitsfelder.

Unsere Leistungen im Überblick

Menschen, die eine Stiftung gründen und/oder führen, stehen vor einer Vielzahl von Fragen und Anforderungen. Wir begleiten Sie mit unserer Erfahrung, die wir bei der Beratung und Betreuung von circa 400 kirchlichen Stiftungen - davon mehr als 100 selbstständigen Stiftungen - gesammelt haben.

  • Moderation im Gründungsprozess
  • Unterstützung bei der Erstellung von Stifterwillen und Stiftungssatzung
  • Unterstützung bei der Erstellung von Anlagerichtlinien
  • StiftungsVermögensAnalyse unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte
  • Nachhaltige Geldanlagen unter Berücksichtigung des Stifterwillens
  • Veranstaltungen zu Stiftungsthemen
  • Netzwerkaufbau zu Rechtsanwälten, Steuerberatern und Fundraisern
  •  Kapitalanlage für Stiftungen

 

Der Alltag der Stiftungsarbeit ist geprägt von vielfältigen Aufgaben: Von der Öffentlichkeitsarbeit über Fundraising und Spendenverwaltung, wir unterstützen Sie gern.

Stiftungsprodukte

Mit unseren Kunden entwickeln wir – unserem Beratungsansatz folgend - gemeinsam Lösungen für anstehende Fragestellungen.

Dabei ist uns wichtig, dass die ausgesuchten Produkte für unsere Kunden Mehrwert und eine den Bedürfnissen entsprechende Anlage oder Finanzierung schaffen. Weniger ausschlaggebend ist der Name des Produkts, der den Begriff „Stiftung“ nicht im Namen enthalten muss.

Anlagestrategien für Stiftungen

Ertrag um jeden Preis und jedes Risiko passen nicht zum Stifterwillen. Nicht nur kirchlichen Stiftungen steht die doppelte Nachhaltigkeit gut zu Gesicht. Denn: Die Stiftungsaufsicht schreibt jeder Stiftung bereits bei der Gründung ins Stammbuch, dass sie beständig existieren soll. (vgl. z.B. Stiftungsgesetz NRW § 4 – das Vermögen ist ungeschmälert zu erhalten).

Warum nachhaltig? Im BGB § 81 Abs. 2 ist die unabdingbare Voraussetzung für die Selbstständigkeit der Stiftung „, dass die dauerhafte und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks gesichert erscheint…“ Deshalb braucht ein ewiger Stiftungszweck sorgfältige Kapitalbewirtschaftung.

Bei unserer umfassenden Vermögensanalyse und bedürfnisorientierten Anlageberatung konkretisieren wir die Bedürfnisse der Stiftung. So stellen wir gemeinsam sicher, dass Stiftungskapital langfristig erhalten wird und jährlich Erträge zur Zweckerfüllung fließen. Für uns stehen Ihre Wünsche im Mittelpunkt, sie bestimmen die Produktauswahl.

Für die „Ewigkeit“ aufgestellt ist, wer sein Kapital nachhaltig anlegt. Bei der Erstellung von Anlagerichtlinien, die es auch künftigen Vorständen ermöglichen, dem Stifterwille bei der Geldanlage zu folgen, unterstützen wir Sie gern

Neben dem Anspruch der Stiftung gibt die Kirchenordnung einzelner Landeskirchen kirchlichen Stiftungen Leitlinien zur Anlage ihres Vermögens. Als Bank für Kirche und Diakonie sind uns diese vertraut und wir beziehen sie in die Beratung unserer kirchlichen Stiftungskunden ein.

KD-Spendomat
Mittels eines POS-Terminals (früher EC-cash) können in Kirchen und bei Veranstaltungen Spendenwillige mit ihrer BankCard + Geheimzahl sofort vor Ort ihre Zuwendung vornehmen. Vorteile: Aufmerksamkeit, moderne Lösung, einfache und den Spendern vertraute Abwicklung, Spendennachweis für das Finanzamt bis 200,00 Euro über den Kontoauszug des Spenders, neues Medium für Einnahmen.

KD-onlineSpende

Die KD-onlineSpende ist ein elektronisches Zahlungsmodul für Ihre Internetseite, mit dem Sie Spenden per elektronischer Lastschrift und per Kreditkartenzahlungen akzeptieren können.

Häufige Fragen
Was ist eine Stiftung

Eine Stiftung ist eine Vermögensmasse, deren Erträgen zur Erfüllung des Stiftungszwecks dienen. Man unterscheidet rechtlich selbstständige Stiftungen und unselbstständige Stiftungen, sogenannte Treuhandstiftungen.

Weitere Informationen finden Sie u. a. beim Bundesverband Deutscher Stiftungen (z.B. das Video "was ist eine Stiftung").

Was ist eine Treuhandstiftung?

Die Treuhandstiftung ist kein Rechtssubjekt. Sie wird ausdrücklich als unselbstständige Stiftung begründet und benötigt einen Treuhänder. Dieser verwaltet die Vermögensmasse und vertritt die Stiftung im Rechtsverkehr. Sie ist dennoch Steuersubjekt. Die Treuhandstiftung entsteht per Vertrag oder per Schenkung unter Auflage. Sie untersteht nicht der weltlichen Stiftungsaufsicht. Kirchliche Treuhandstiftungen unterstehen je nach Landeskirche gleichwohl kirchlicher Aufsicht.

Ist jede Stiftung gemeinnützig?

Eine Stiftung ist nicht in jedem Fall eine gemeinnützige Stiftung. Nur wenn es sich beim Stiftungszweck um einen als gemeinnützig anerkannten Zweck gem. Abgabenordnung handelt, kann die Stiftung/der Treuhänder die Gemeinnützigkeit bei der Finanzbehörde beantragen.

Aus welchen Mitteln erfüllt die Stiftung ihren Zweck?

Nur die Erträge des Stiftungsvermögens können hierzu genutzt werden. Dazu kommen die unterjährig eingegangenen Zuwendungen (Spenden), die ebenfalls der Zweckverwirklichung dienen.

Was ist eine Zustiftung?

Eine Zustiftung ist eine Zuwendung in den Kapitalstock der Stiftung. Sie wird nicht kurzfristig zur Erfüllung des Stiftungszwecks ausgegeben, sondern stärkt das Stiftungskapital. Die daraus erzielten Erträge erfüllen in der Folgezeit den Stiftungszweck.

Können Rücklagen zur Gründung einer Stiftung genutzt werden?

Kirchliches Vermögen kann nicht ohne weiteres in eine Stiftung fließen. Vermögen, das aus Kirchensteuermitteln gebildet wurde, kann nicht einfach in eine Stiftung eingebracht werden. In jedem Fall ist die Abstimmung mit der jeweiligen Landeskirche erforderlich. Teile von Verkaufserlösen aus Immobilien oder Schenkungen an Kirchengemeinden können ggf. zur Gründung einer Stiftung eingesetzt werden.

Wie wird das Stiftungskapital angelegt?

Aus unserer Sicht gibt es keine Produkte, die ausschließlich für Stiftungen bestimmt sind. Im Beratungsprozess erarbeiten wir gemeinsam die Bedürfnisse und Voraussetzungen, die die Stiftung für ihre Vermögensanlage festlegen möchte. Wir hören, über welche Erfahrungen ihre Vertreter im Anlagebereich verfügen, und wie das Kapital zukunftsweisend, unter Einbeziehung des Stiftungszweckes angelegt werden soll.

Wenn Sie diese Fragen als Stiftungsvertreter mit Ihrem Kundenbetreuer beantwortet haben, lassen sich passende Produkte für Ihre Stiftung finden. Ein so ermitteltes Angebot ist den Bedürfnissen entsprechend gewählt, auch wenn es den Begriff „Stiftung“ nicht im Produktnamen trägt. So legen Sie das Stiftungskapital verantwortungsvoll an.

Damit auch künftige Stiftungsvertreter, die sich der Vermögensanlage widmen werden, nach den vom Stifter gewünschten Kriterien agieren, ist es sinnvoll, diese in Anlagerichtlinien zu beschreiben. Diese helfen den handelnden Personen, wenn sie Anlageentscheidungen nach innen (Aufsichtsrat) und außen (Finanzamt und Stiftungsaufsicht) vertreten sollen. Stiftungskapital arbeitet für die Ewigkeit, es sollte langfristig und strukturiert angelegt werden.

Wofür wird das Stiftungskapital genutzt?

Es muss dauerhaft erhalten werden und soll die Erträge erwirtschaften, die zur Zweckverwirklichung eingesetzt werden. Im Anlagekonzept sind diese Vorstellungen zu berücksichtigen. Sie werden in Anlagerichtlinien dokumentiert. Diese beschreiben sowohl den Charakter der Anlagen (risikoscheu, risikoreich z.B.) als auch, für welchen Anteil des Vermögens die Anlageformen gewählt werden können. Auch Stifterwille und Stiftungszweck fließen dort ein.

Wie erstelle ich die Stiftungssatzung?

Um den Stifterwillen in der Satzung deutlich zu machen, bedarf es eines gewissen Entwicklungsprozesses. Formulierungen und Überlegungen sind zu hinterfragen, ob sie die Vorstellungen der Stifterin/Stifters treffen.

Zwar sind die verfügbaren Mustersatzungen hilfreich, sich inspirieren zu lassen. Aber sie verleiten eventuell auch dazu, eigene Vorstellungen nur unzureichend zu präzisieren. Schon in dieser Gründungsphase sind wir gern Ihr Gegenüber beim Abwägen der Inhalte.

Steuerrechtlich sind inzwischen verschiedene Satzungsinhalte vorgeschrieben. In der Anlage 1 zu § 60 der Abgabenordnung finden sich Vorschriften zur Mustersatzung für Stiftungen und Vereine.

Wie ist die Stiftung zukunftsfähig?

Wenn die Stiftung im Rahmen der Gemeinnützigkeit agieren und die damit verbundenen steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen möchte, sind die Vorschriften des Gemeinnützigkeitsrechts zu erfüllen. Gerade in der Gründungsphase ist hier die vertrauensvolle Einbindung von Stiftungsaufsicht und Finanzbehörden unabdingbar.

Die Stiftung ist kein Selbstläufer, dem weiteres Kapital „zufliegen“ wird. Sie braucht ein Gesicht, Menschen, die für diesen Stiftungszweck brennen, die Stiftung nach außen vertreten und sie lebendig werden lassen. Nötige Rahmenbedingungen für den Stiftungsalltag kann der Stifter über Möglichkeiten in der Satzung bereits schaffen: Die Errichtung einer Geschäftsordnung und Anlagerichtlinien ist ein wichtiges Gestaltungsmittel.

Woher bekommt die Stiftung Kapital?

Zur Erhöhung des Kapitals können Zustiftungen eingeworben werden. Im Rahmen steuerlicher Möglichkeiten können Teile der Erträge ebenfalls das Stiftungskapital stärken.

Fazit

Wenn Sie Ihre Stiftung gründen, legen Sie langfristig fest, wie der von Ihnen gewählte Stiftungszweck umgesetzt werden soll. Sie „verewigen“ Ihren Stifterwillen.

Sorgfältig bedacht und vorbereitet wird die Stiftung lebendiges Zeugnis Ihres stifterischen Handelns, gewinnt die Herzen von Menschen und dadurch Mitstreiter in der Sache! So wird sie weithin sichtbar – ganz so, wie Sie es sich heute für die Zukunft vorstellen.