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Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank
BLZ: 35060190
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Unsere Geschichte

 

Die Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Landeskirchliche Kredit-Genossenschaft Sachsen LKG (heute Zweigniederlassung der Bank für Kirche und Diakonie - KD-Bank in Dresden) wurde bereits 1925 als erste evangelische Bank in Deutschland gegründet.

 

Dresden. Im Oktober 1925 erfolgte auf Initiative von Hugo Hickmann die Gründung der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft für Sachsen e.G.m.b.H. mit dem Ziel der kirchlichen Selbsthilfe in der akuten finanziellen Notlage. Kirchliche Gelder sollten „nur wieder rein kirchlichen Zwecken dienstbar gemacht werden“. Die LKG war das erste evangelische Kreditinstitut Deutschlands.

 

Münster. Pastor Martin Niemöller gründete 1927 eine Selbsthilfeeinrichtung mit der Bezeichnung „Darlehensgenossenschaft der Westfälischen Inneren Mission e.G.m.b.H.“ Die Landesbanken und Sparkassen verwalteten seinerzeit die laufenden Geldbestände der mehr als 400 evangelischen Kirchengemeinden in Westfalen. Bei der wachsenden Geldknappheit Ende der 1920er-Jahre gaben sie jedoch keinerlei Darlehen mehr an kirchliche Stellen aus. So entstand die Idee, die laufenden Gelder der Inneren Mission selbst zu verwalten und aus diesen die geplanten Einrichtungen kurzfristig zu finanzieren.

Magdeburg. Im Juni 1926 beschloss der Provinzialkirchenrat der Provinz Sachsen auf Anregung eines Synodalen, des Kaufmanns Otto Gentsch, eine kirchliche Kreditgenossenschaft für die Provinz Sachsen zu gründen. Am 18. Februar 1927 setzten sieben Gemeinden und kirchliche Verbände aus Halberstadt, Halle/Saale, Erfurt und Magdeburg die Gründung in die Tat um und gründeten die „Provinzialkirchliche Spar- und Darlehnsgenossenschaft für die Provinz Sachsen mit beschränkter Haftpflicht.“
Otto Vetter

 

Duisburg. Im Rheinland hat Superintendent Otto Vetter 1951 die Diskussion über eine kirchliche Darlehnsgenossenschaft erneut angestoßen. Nationalsozialismus und Krieg hatten Zerstörungen von Kirchen und Gemeindehäusern hinterlassen. Gegenseitige Solidarität und Selbsthilfe waren wieder besonders gefragt. Der Präses der Rheinischen Landeskirche, Heinrich Held, warb mit dem Argument, ein gerechter Finanzausgleich unter den Gemeinden gebe der Sache „einen tiefen theologischen Hintergrund“. So konnte dann im Juni 1953 die Gründungsversammlung stattfinden.

Berlin. Die Provinzialkirchliche Spar- und Darlehnskasse für die Provinz Sachsen (Prosparda) in Magdeburg wurde zu DDR-Zeiten als evangelische Institution nur geduldet. Der Rat der EKU (Evangelische Kirche der Union) wollte die Prosparda zur Bank für Kirche und Diakonie in den neuen Bundesländern machen. 1990 beschloss die Generalversammlung der Prosparda die Umfirmierung in BKD Berlin und den Umzug in die Metropole. Nach der Wiedervereinigung wurde auch die Fusion zwischen ost- und westdeutschen Banken möglich. 1991 schlossen sich BKD Berlin und BKD Duisburg zusammen.

Dortmund. Die erste Kooperation zwischen DGM in Münster und BKD in Duisburg fand im Jahre 2000 statt. Die beiden kirchlichen Universalbanken waren ähnlich strukturiert und auf die Betreuung der Evangelischen Kirche und Diakonie spezialisiert. 2003 fand der Zusammenschluss zur KD-Bank statt. Die neue Hauptstelle wurde in Dortmund gebaut und 2006 bezogen.

Dortmund | Dresden. Im Jahr 2010 entstand durch den Zusammenschluss der KD-Bank eG mit der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen – LKG die größte und älteste evangelische Kirchenbank Deutschlands, die Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-BANK. Die LKG Sachsen besteht als Zweigniederlassung weiter.

 

Eine ausführliche Version der Geschichte der Bank für Kirche und Diakonie und Hintergrundinformationen zu den abgebildeten Personen (Oben: Hugo Hickmann - Foto der Sächsichen Landes- Staats- und Universitätbibliothek Dresden; Mitte: Pastor Martin Niemöller; Unten: D. Heinrich Held) finden Sie hier.