„Der verantwortungsbewusste Umgang mit den ihr anvertrauten Geldern ist für eine Bank, die kirchlichen und diakonischen Einrichtungen gehört und deren Gelder verwaltet, besonders wichtig. Wir stellen uns seit jeher dieser Verantwortung und gehen nun bewusst einen anderen, einen neuen Weg: Als erste evangelische Kirchenbank und eine von wenigen Banken in Deutschland setzt die Bank für Kirche und Diakonie seit dem 1. Januar 2008 einen Nachhaltigkeitsfilter für ihre eigenen Wertpapieranlagen ein.“
Der Filter der Bank für Kirche und Diakonie wurde in 2007 von einem Projektteam, das sich aus Vertretern verschiedener Fachbereiche zusammensetzt, erarbeitet. Aus dem Bereich Treasury, der für die Eigenanlagen der Bank verantwortlich ist, waren Martin Kolthof und Burkhard Adrian beteiligt, für den Bereich der Kundenwertpapiere Markus Borgert, für die Institutionellen Kundenteams Ulrich Schwarz-Isensee und für den Vorstandsstab und das Marketing Christian Müller.
Im zweiten Halbjahr 2007 wurde der Nachhaltigkeitsfilter ausführlich getestet. Nach Auswertung der Testergebnisse und kleinen Korrekturen im Prozess hat das Projektteam ein Konzept vorgelegt, das den besonderen Anforderungen der Bank für Kirche und Diakonie optimal entspricht.
Die Einführung
Die Vorarbeiten sind abgeschlossen - ab Juni 2007 lief eine Testphase, in der wir die Praxistauglichkeit des Filters überprüften und die Feinsteuerung der Ausgestaltung vornehmen konnten. Der Regelbetrieb wurde zum 1. Januar 2008 aufgenommen.
Die oekom research AG aus München liefert Daten von Unternehmen und Ländern, die für eine Einschätzung der Nachhaltigkeit Grundvoraussetzung sind.
Diese Daten werden nach den von der Bank für Kirche und Diakonie definierten Kriterien zu einer
Ratingnote verdichtet.
Frau Antje Schneeweiß vom SÜDWIND Institut für Ökonomie und Ökumene hat die Bank für Kirche und Diakonie bei der Auswahl der Researchagentur und der Grobkonzeption des Filters in einem kritischen
Dialog begleitet und unterstützt. Hier finden Sie eine ausführliche Stellungnahme von SÜDWIND zum Filter der Bank für Kirche und Diakonie .
Die RW-Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüft regelmäßig, ob die Bank für Kirche und Diakonie die definierten Regularien bei der Steuerung der Eigenanlagen einhält.
Die regelmäßige Überprüfung
Im Herbst 2008 wurde der Nachhaltigkeitsfilter erstmals durch die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und die Einhaltung der Kriterien testiert. Diese Überprüfung erfolgt seitdem jährlich. Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung erfolgt ab 2010 eine Fortschreibung des Nachhaltigkeitsfilterprozesses.
Wie können unsere Kunden vom Nachhaltigkeitsfilter profitieren?
Alle Kunden, die Spareinlagen oder Termingelder bei der Bank für Kirche und Diakonie unterhalten, profitieren automatisch vom Nachhaltigkeitsfilter, indem sie sicher sein können, dass die Gelder von der Bank für Kirche und Diakonie bestmöglich unter der Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien angelegt werden. Doch auch bei der Auswahl von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren beraten wir unsere Kunden mit Blick auf die Einschätzung des Unternehmens bzw. des Landes. Für unsere Spezialfonds und Vermögensverwaltungskunden bieten wir eine einfache und preisgünstige Möglichkeit, den Filter der Bank für Kirche und Diakonie auch für ihre Mandate einzusetzen.
Persönliche Beratung
Haben Sie Fragen? Schreiben Sie bitte eine E-Mail an: Privatkunden@KD-Bank.de oder an Institutionen@KD-Bank.de oder wenden Sie sich direkt an unsere Ansprechpartner.
Arbeitskreis Kirchliche Investments (AKI)
Die kirchlichen Ordnungen orientieren sich bei Geldanlagen vor allem auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, zumal diese überwiegend der Sicherstellung von Zahlungsverpflichtungen dienen. Zugleich ist wichtig, dass Geldanlagen sich nicht im Widerspruch zum kirchlichen Auftrag befinden sollen.
Im Auftrag des Rates der EKD hat die Arbeitsgruppe Kirchliche Investments der EKD daher einen Leitfaden erarbeitet. Er versteht sich als ein Kompendium von Standards und richtet sich in erster Linie an kirchlich-institutionelle Anleger, soll aber auch Privatpersonen eine Hilfe sein.
Der AKI hat im Auftrag des Rates der EKD einen Leitfaden zur ethisch nachhaltigen Geldanlage erarbeitet. Die Bank für Kirche und Diakonie, vertreten durch Christian Müller, ist Mitglied im Arbeitskreis Kirchliche Investments in der evangelischen Kirche in Deutschland (AKI).